In ihrem Ein-Personen-Stück bringt Gilla Cremer, begleitet von Gerd Bellmann am Klavier, das aufregende Leben von Lale Andersen mit großer Spiellust und vielen Liedern auf die Bühne. Ausgangspunkt ist „Lili Marleen“ das große Lied des Zweiten Weltkriegs, das an den Fronten für Waffenstillstand sorgte, unzähligen Soldaten das Leben rettete und von Joseph Goebbels zunächst protegiert und dann verboten wurde. Sein Titel stand synonym für die Sängerin Lale Andersen, die 1929, sechs Wochen nach der Geburt des dritten Kindes, ihre Koffer packte, Mann und Kinder verließ, weil sie sich selbst verwirklichen wollte. Von den Nazis wurde sie als „Judenliebchen“ angeprangert, denn ihre große Liebe war der Schweizer Komponist und spätere Hamburger Opernintendant Rolf Liebermann. Lale Andersen erzählt davon ausführlich in ihrer 1972 erschienenen Biografie "Der Himmel hat viele Farben". Rainer Werner Fassbinder widmete dieser Liebesgeschichte seinen 1981 gedrehten Film "Lili Marleen".
Es handelt sich um eine Koproduktion des Theaters Wolfsburg, der Hamburger Kammerspiele und des Theaters Unikate.

