Das neue Album "frei händig", dessen Veröffentlichung für März 2012 geplant ist, zeigt den 53-Jährigen wieder mit aufgekrempelten Ärmeln. Natürlich lässt er nicht ohne Not die Finger vom Seventies Soul, aber nun punktet er wieder mit (fast) ausnahmslos eigenem Songmaterial, das angenehm rau klingt. „So sollte das auch sein“, sagt Gwildis, „wir wollten nicht alles bis zu Ende schmirgeln."
„frei händig“ ist der unbeschwerte Schritt auf neues Terrain, auch wenn das in direkter Nachbarschaft zu bekanntem Gelände liegt. Zum Stax- und Motownsound kommen aber jetzt gelegentlich Fragmente aus der Frühzeit der Disco Music, dann und wann eine Jiveband-Tuba und immer wieder Anklänge an die Musik der großen Crooner aus den Plüschpalästen von Las Vegas, Erinnerungen an Tony Christie und Tom Jones, nur dass man sich Stefan Gwildis nach wie vor auch noch beim Rasenmähen oder Kuchen backen vorstellen könnte.
Eine wichtige Seite im Schaffen des Stefan Gwildis ist seine
gewaltige Live-Performance. Man könnte ihn als die ’natural born
Rampensau’ bezeichnen. Und wenn hinter den Plakaten für seine
Tourneen der Kleister noch trocknet, klebt man vorn meist schon das
Siegel „ausverkauft“ drauf, was ja einen Grund
haben muss – und auch hat. Gwildis live ist eine Urgewalt, ist
Einsatz bis zum letzten Hemd.

