Richard Strauss, der alternde Held dieses Stückes, fürchtet, nach dem Tode Hugo von Hofmannsthals nie wieder eine Oper komponieren zu können, weil er keinen Librettisten von Rang findet. Als Stefan Zweig sich zur Zusammenarbeit bereit erklärt und Strauss „Die schweigsame Frau“ vorschlägt, betrachtet der Komponist es wie ein Gottesgeschenk. Aber die Partnerschaft ist überschattet von der NS-Diktatur, die den deutschen Komponisten instrumentalisieren, den jüdischen Librettisten aber nicht dulden will.
Der britische Autor Ronald Harwood, Musikliebhaber und selbst jüdischer Abstammung, geht in seinem Stück dem moralischen Dilemma des Künstlers nach, zwischen Berufung und Gewissen wählen zu müssen.
Die Aufführung mit Peter Bause in der Rolle des Richard Strauss,
die als Komödie beginnt und als Drama endet, erhielt 2010 den 2.
Preis der INTHEGA.
Um 18.45 Uhr laden wir Sie herzlich zur kostenlosen Einführung in
der Konferenzzone ein.

