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Dramatische Brücke über drei Jahrhunderte

Solist: Noé Inui (Violine) Leitung: Gudni A. Emilsson Ludwig van Beethoven – Coriolan-Ouvertüre c-Moll op. 62 Karl Klingler – Konzert für Violine und Orchester E-Dur Peter I. Tschaikowsky – Symphonie Nr. 6 h-Moll op. 74 Pathétique...

Radio-Sinfonieorchester Bratislava

Solist: Noé Inui (Violine)
Leitung: Gudni A. Emilsson
Ludwig van Beethoven – Coriolan-Ouvertüre c-Moll op. 62
Karl Klingler – Konzert für Violine und Orchester E-Dur
Peter I. Tschaikowsky – Symphonie Nr. 6 h-Moll op. 74 Pathétique


Susanne DiesnerUnter der Leitung des isländischen Dirigenten Gudni A. Emilsson eröffnet das Radio-Sinfonieorchester Bratislava den Konzertabend, der Kompositionen aus drei Jahrhunderten umfasst, mit der 1807 entstandenen Coriolan-Ouvertüre c-moll op. 62 von Ludwig van Beethoven. Es folgt das einhundert Jahre später geschaffene Konzert für Violine und Orchester E-Dur von Karl Klingler. Solist ist der junge griechisch-japanisch-stämmige Violinist Noé Inui. Nach der Pause erklingt mit der Symphonie Nr. 6 h-Moll op. 74 „Pathétique“ von Peter I. Tschaikowsky das letzte Werk des 1893 verstorbenen russischen Komponisten.

Ludwig van Beethoven komponierte die Coriolan-Ouvertüre zu einem inzwischen vergessenen Trauerspiel des Rechtsgelehrten und Dramatikers Heinrich von Collin ohne besonderen Auftrag im Jahr 1807. Das Trauerspiel geht auf das von Plutarch erzählte Schicksal des römischen Patriziers und erfolgsverwöhnten Feldherrn Coriolanus, der in seiner Heimatstadt Rom die Wahl zum Konsul verlor, da er das Volk nicht am politischen Willen teilhaben lassen wollte. Sein Stolz und seine Kompromisslosigkeit führten schließlich zu seiner lebenslangen Verbannung. Voll Zorn verbündete er sich mit den Feinden Roms und überzog das Land mit Krieg. Kurz vor der Kapitulation der Stadt suchten Coriolanus’ Mutter und seine Ehefrau den Feldherrn auf und baten um Gnade. Hin- und hergerissen zwischen Kränkung und Verantwortung, stürzte er sich in sein Schwert. Beethoven veranschaulicht in seiner Ouvertüre mittels der Sonatensatzform den Zwiespalt des Helden, der aus seinem aufbrausenden und zugleich pflichtbewussten Charakter entsteht. Im Gegensatz zu den meisten Werken Beethovens, die in Moll stehen, endet die Coriolan-Ouvertüre nicht in Dur, sondern leise, ersterbend, ohne Tonart mit einem im Pizzicato hingehauchten C.
 
Ebenfalls ohne besonderen Auftrag entstand die sechste und letzte Symphonie von Peter I. Tschaikowsky. Bereits im Jahr 1889 schrieb der Komponist an seinen Freund, den Großfürsten Konstantin: „Ich habe überaus große Lust, eine grandiose Symphonie zu schreiben, welche gewissermaßen den Schlußstein meines ganzen Schaffens bilden soll.“ Es sollte aber noch einige Jahre dauern, bis Tschaikowsky das Werk in Angriff nahm. Erste Pläne notierte er sich auf einer Reise im Winter 1892/93; im August 1893 war die Symphonie fertiggestellt. Nach der Uraufführung am 28. Oktober 1893 von seinem Kollegen Rimsky-Korsakow nach einem Programm gefragt, entgegnete Tschaikowsky, dass der Symphonie selbstverständlich ein Programm zugrunde läge, aber dass dieses niemals bekannt gegeben werde, da die Musik für sich selbst sprechen solle. Die Bitte des Großfürsten, nach dem Tod seines befreundeten Dichters ein Requiem zu komponieren, lehnte Tschaikowsky mit dem Hinweis ab, dass die Grundstimmung seiner sechsten Symphonie die eines Requiems sei. Und so endet der letzte Satz der Symphonie ähnlich wie die Ouvertüre Beethovens, leise und ersterbend, mit einer absteigenden Linie in tiefster Lage.
 
Der Geiger Karl Klingler war ein Schüler des Virtuosen Joseph Joachim und des Komponisten Max Bruch. 1904 wurde er zweiter Konzertmeister der Berliner Philharmoniker unter Arthur Nikisch. Da er das Spiel auf der Bratsche ebenso beherrschte wie das Musizieren mit der Geige, wurde ihm die große Ehre zuteil, als Viola-Spieler in das berühmte Streichquartett seines Lehrers Joseph Joachim aufgenommen zu werden. Neben diesen Tätigkeiten schrieb er Kammermusiken und ein Violinkonzert in E-Dur, das unter seinen Kompositionen eine herausragende Stellung einnimmt. Das dreisätzige Werk ist von den romantischen Violinkonzerten beeinflusst, die Klinger selbst als Solist vortrug, allen voran jenem von Johannes Brahms. Wie Brahms verwendet er ein großes romantisches Orchester, in dem er einen weichen von Hörnern und tiefen Streichern geprägten Klang bevorzugt. Das Konzert endet mit einem fröhlichen Finale, dessen furiose Coda sich langsam auflöst, um schließlich völlig uneitel mit einem Pianissimo-E-Dur-Akkord zu enden. Karl Klinger hat sein Konzert zusammen mit den Berliner Philharmonikern im Jahre 1907 uraufgeführt.

Noé Inui wurde 1985 in Brüssel geboren und durch sein griechisch-japanisches Elternhaus früh an die Musik herangeführt. Er studierte an den Konservatorien von Brüssel, Paris, Karlsruhe und Düsseldorf; zu seinen Mentoren zählen Ulf Hölscher, Rosa Fain, Klaus Reinhardt und Helga Thoene. Er war Gewinner vieler internationaler Wettbewerbe und tritt als Solist europaweit und in Japan regelmäßig mit renommierten Orchestern und Dirigenten auf. Auch im Bereich der Kammermusik ist er aktiv. Mit dem Cellisten Benedict Kloeckner und dem Pianisten Vavaresos bildet Noé das erfolgreiche Trio Bell`Arte.

Um 18:45 Uhr laden wir Sie herzlich zur kostenlosen Einführung in der Konferenzzone ein.

Veranstalter: STADEUM Kultur- und Tagungszentrum GmbH & Co. Betriebs KG


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